Ringlife siegt, Schober verlobt sich
Ringlife stoppt Dominic Schober bei OKTAGON 94 in Runde eins. Danach macht Schober seiner Freundin einen Antrag – und beide sprechen über ihre Zukunft.

Edmon „Ringlife“ Avagyan hat Dominic Schober bei OKTAGON 94 durch technischen K. o. in der ersten Runde besiegt. Die offizielle Ergebnisanzeige nennt 2:56 Minuten als Abbruchzeit. Nach dem Kampf am 26. September im Frankfurter Deutsche Bank Park machte Schober seiner Freundin im Cage einen Heiratsantrag. Für den Österreicher endete der Abend trotz der Niederlage mit einer Verlobung.
Früher Druck war Ringlifes Plan
In der Pressekonferenz erklärte Avagyan, er habe Schober gar nicht erst in den Kampf kommen lassen wollen. Sein Team habe den Gegner gezielt analysiert: Frühe Treffer sollten verhindern, dass Schober Selbstvertrauen aufbaut und seinen Rhythmus findet. Genau diesen Plan habe er umgesetzt.
Schober widersprach der Vermutung, er habe Ringlife unterschätzt. Er habe den Anfang schlecht gestaltet, Avagyan dagegen gut getroffen. Mit zunehmender Kampfdauer hätte er seine Chancen besser eingeschätzt – doch dazu kam es nicht.
Das Ergebnis ist kein Sieg in einem MMA-Kampf. Die beiden traten im 80-Kilogramm-Limit nach „Stand & Bang“-Regeln an: mit kleinen Handschuhen, ohne Tritte und ohne Bodenkampf. Schobers 31 MMA-Profikämpfe waren deshalb nicht unmittelbar mit Avagyans Boxerfahrung vergleichbar. Die Besonderheiten der Paarung haben wir in unserer Vorschau auf Ringlife gegen Schober erklärt.
Schobers Antrag war längst geplant
Den Antrag hatte Schober nicht vom sportlichen Ergebnis abhängig gemacht. Er habe ihn an diesem Abend machen wollen, „egal wie es ausgeht“, sagte er bei der Pressekonferenz. Seine Freundin sei nicht eingeweiht gewesen. Sportlich will Schober nun wieder in seine angestammte Disziplin zurück: Seine nächsten Kämpfe sollen MMA-Kämpfe sein.
Ringlife pausiert und will andere unterstützen
Avagyan kündigte zunächst eine Pause an. Seine Hand müsse sich erholen; außerdem wolle er mehr Zeit mit der Familie verbringen und sich um seine Unternehmen kümmern. Dazu gehört die geplante Eröffnung eines eigenen Gyms. Er bezeichnete sich als Teilzeitkämpfer und betonte seinen Respekt vor den Vollprofis.
„Ich möchte die Bühne auf jeden Fall den richtigen Fightern überlassen“, sagte Ringlife. Statt weitere Plätze auf der Fightcard einzunehmen, wolle er Kämpfer vorerst auch außerhalb des Cages unterstützen. Ein MMA-Debüt schloss er nicht aus. Dafür müsste er aber erst seinen Bodenkampf deutlich verbessern und nach eigener Einschätzung mindestens sechs bis neun Monate Vorbereitung einplanen.
Die übrigen Resultate aus Frankfurt findest du in unserem Überblick zu OKTAGON 94.