News · 16. September 2026

Scott Coker startet Ki MMA

Scott Cokers neue Organisation Ki MMA startet 2027 mit einem globalen 32-Mann-Grand-Prix im Federgewicht – im Ring statt im Käfig.

Scott Coker und Gäste bei der offiziellen Präsentation der neuen Organisation Ki MMA
img: Scott Coker / Ki MMA; crop: CS.C

Scott Coker kehrt mit einer neuen MMA-Organisation zurück. Ki MMA soll im ersten Quartal 2027 starten und setzt von Beginn an auf ein klar erkennbares Format: 32 Federgewichte aus vier Kontinenten kämpfen in einem weltweiten Grand Prix um den ersten Titel der Promotion.

Coker hat mit Strikeforce und später Bellator bereits zwei große UFC-Konkurrenten geprägt. Bei Ki MMA will er erneut junge Kämpfer entwickeln, ihnen aber eine einfach nachvollziehbare sportliche Route geben. Das Turnier ist deshalb nicht nur eine Reihe von Kämpfen, sondern der Kern der ersten Saison.

Vier Kontinente, ein Champion

Das Feld wird in vier regionale Achterturniere für Nordamerika, Südamerika, Europa und Asien aufgeteilt. Jede Gruppe läuft im K.-o.-System, bis ein Kontinentalchampion feststeht. Wer seine Region gewinnt, hat dafür drei Kämpfe gewonnen.

Die vier Sieger treffen anschließend beim World Grand Prix Final aufeinander. Dort werden beide Halbfinals und das Finale an einem Abend ausgetragen. Der erste Ki-MMA-Champion muss damit fünf Kämpfe gewinnen – die letzten beiden innerhalb weniger Stunden. Genau dieser Endpunkt gibt dem langen Turnier seine besondere Zuspitzung.

Ring statt Käfig

Auch optisch grenzt sich Ki MMA bewusst ab: Sämtliche Kämpfe sollen in einem Ring stattfinden. Damit knüpft die Promotion eher an die Turniertradition von PRIDE und K-1 an als an das heute übliche Käfigmodell von UFC oder PFL. Der Name „Ki“ verweist auf die aus japanischen Kampfkünsten bekannte Vorstellung von innerer Energie, Geist und Kraft.

Das Konzept ist damit mehr als Nostalgie. Regionale Qualifikation, ein einheitliches Federgewicht und ein sichtbares Endziel sollen unbekannte Talente innerhalb eines Jahres zu Figuren mit eigener Geschichte machen. Zuschauer müssen keine Rangliste studieren: Wer weiterkommt, nähert sich dem Weltfinale.

Nachwuchs und große Namen

Ki MMA wird trotzdem keine reine Turnierpromotion. Die Cards sollen zusätzlich Kämpfe in anderen Gewichtsklassen und sogenannte Super Fights mit etablierten Namen enthalten. Damit kombiniert Coker sein bekanntes Prinzip: Talente von unten aufbauen und die Spitze mit erfahrenen Free Agents verstärken.

An seiner Seite arbeiten unter anderem der frühere Strikeforce- und Bellator-Matchmaker Rich Chou sowie Mitgründer und Verwaltungsratschef Peter Y. Levin. Das Projekt wurde im Mai mit einer Finanzierung von 60 Millionen US-Dollar angekündigt. Das schafft Handlungsspielraum auf dem freien Markt, ersetzt aber noch kein überzeugendes Roster.

Die entscheidenden Namen fehlen noch

Teilnehmer, Austragungsorte und Übertragungspartner sind noch nicht bekannt. Auch der konkrete Kalender muss zeigen, wie reibungslos sich vier Kontinentalturniere und das Weltfinale innerhalb einer Saison organisieren lassen. Gerade die zwei Kämpfe am Finalabend verlangen sportlich und medizinisch eine saubere Umsetzung.

Die Idee ist jedoch ungewöhnlich präzise für eine neue Promotion: ein globales Teilnehmerfeld, regionale Champions, Kämpfe im Ring und ein Finale mit maximalem Druck. Ob Ki MMA wirklich eine neue Kraft im MMA wird, entscheidet nicht das Startkapital allein. Entscheidend ist, welche 32 Federgewichte Coker findet – und ob das Publikum ihre Reise bis zum Ende verfolgen will.

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Quellen

Scott Coker startet Ki MMA mit 32-Mann-Grand-Prix | CS.C