News · 18. September 2026

We Love MMA: Bühne für Talente

Dustin Stoltzfus wurde Champion, Max Holzer gab sein Profidebüt: We Love MMA besetzt eine wichtige Stufe in Deutschlands MMA-System.

Zwei Kampfszenen aus dem Käfig von We Love MMA mit dem Logo der deutschen Veranstaltungsserie
imgs: We Love MMA / composite by CS.C

Am 17. Oktober steht in Stuttgart We Love MMA 90 an. Die Nummer zeigt vor allem, wie lange sich die Veranstaltungsserie bereits im deutschen MMA behauptet. Während UFC und OKTAGON die größte öffentliche Aufmerksamkeit erhalten, besetzt We Love MMA eine weniger auffällige, aber wichtige Stufe: Hier sammeln regionale Kämpfer Erfahrung unter Profibedingungen, bauen ihre Bilanz auf und treten erstmals vor einem größeren Arenapublikum an.

Die erste Veranstaltung fand im Dezember 2010 in der Berliner Universal Hall statt. Seit 2014 tourt die Serie durch Deutschland. Heute gehören Arenen in Stuttgart, Hamburg, Berlin, München, Hannover, Düsseldorf und Dresden zum Kalender. Das CS.C-Profil von We Love MMA erklärt Geschichte, Regeln und Veranstaltungsmodell ausführlicher.

Keine klassische Nachwuchsliga

We Love MMA ist keine formale Entwicklungsliga und bildet die Kämpfer nicht selbst aus. Diese Arbeit leisten die Gyms. Die Serie stellt jedoch bereit, was Talente nach dem Training brauchen: regelmäßig angesetzte Profikämpfe, ein etabliertes Regelwerk, medizinische Betreuung und eine Bühne, auf der Leistungen öffentlich sichtbar werden. Laut Veranstalter umfasst ein Kampfabend gewöhnlich zehn bis zwölf Begegnungen; neue Paarungen werden meist vier bis sechs Wochen vor dem Termin veröffentlicht.

Gerade für Kämpfer am Anfang ihrer Laufbahn ist diese Zwischenstufe wertvoll. Ein Kampf in einer großen Halle erzeugt anderen Druck als ein Auftritt im kleinen Rahmen. Walkout, Publikum, Zeitplan und die Konzentration über einen vollständigen Kampfabend gehören zur professionellen Erfahrung – auch wenn daraus noch kein Vertrag bei einer internationalen Organisation folgt.

Von We Love MMA auf größere Bühnen

Dustin Stoltzfus liefert das deutlichste Beispiel. 2017 wurde er erster Mittelgewichtschampion der Serie. Später erkämpfte er sich über Dana White’s Contender Series einen UFC-Vertrag. Die UFC führt den Titel von We Love MMA bis heute in seinem offiziellen Profil auf. We Love MMA hat Stoltzfus nicht zum UFC-Kämpfer gemacht – entscheidend waren sein Gym, seine Entwicklung und seine Siege. Die Serie gab dieser Entwicklung jedoch einen sichtbaren Titel und belastbare Kampferfahrung.

Auch Max Holzer begann seine Profibilanz bei We Love MMA. Im Februar 2020 gewann er bei Ausgabe 53 in Hannover sein Debüt. Heute steht Holzer bei OKTAGON mit zwölf Siegen ohne Niederlage auf Rang zwei im Federgewicht. Sein Weg zeigt, wie schnell aus einem ersten regional verankerten Profikampf eine Karriere auf einer der größten europäischen MMA-Bühnen werden kann.

Konstanz statt maximaler Inszenierung

Matchmaker Sven Neumann beschrieb We Love MMA gegenüber ntv als langjährigen Underdog, stellte aber vor allem die Konstanz und den sportlichen Schwerpunkt heraus. Genau darin liegt das Profil der Serie. Wiederkehrende Termine schaffen in mehreren Regionen ein Stammpublikum, während lokale Gyms Kämpfer vor heimischen Zuschauern einsetzen können. Bekanntheit ist hilfreich, aber nicht die einzige Voraussetzung für einen Platz auf der Karte.

Diese Rolle wird wichtiger, weil die deutsche Szene wächst. Große Organisationen können nur einen Teil der verfügbaren Kämpfer verpflichten. Ohne verlässliche nationale Veranstaltungen fehlen besonders am Karriereanfang passende Gegner, Kampfpraxis und die Möglichkeit, aus einem sportlichen Talent einen professionell erprobten Athleten zu machen.

Die nächste Gelegenheit wartet

Nach Stuttgart folgen 2026 noch Veranstaltungen in Hamburg und Berlin. Für 2027 sind bereits Termine in München, Hannover, Düsseldorf, Erfurt und Dresden gelistet. Nicht jeder Kämpfer dieser Karten wird den Sprung zu UFC, OKTAGON oder einer anderen internationalen Promotion schaffen. Entscheidend ist, dass es den nächsten Kampf überhaupt gibt. We Love MMA ersetzt die großen Bühnen nicht – die Serie hilft dabei, die Kämpfer hervorzubringen, die sie später betreten können.

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Ticketmotiv zu We Love MMA 90
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We Love MMA 90

17.10.2026

Porsche-Arena · Stuttgart

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We Love MMA 91

21.11.2026

Barclays Arena · Hamburg

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We Love MMA 92

12.12.2026

Uber Arena · Berlin

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13.02.2027

Kleine Olympiahalle · München

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We Love MMA 94

20.03.2027

Swiss Life Hall · Hannover

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We Love MMA 95

24.04.2027

CASTELLO Düsseldorf · Düsseldorf

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We Love MMA 96

22.05.2027

Messehalle Erfurt · Erfurt

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We Love MMA 97

25.09.2027

BallsportARENA Dresden · Dresden

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Quellen

We Love MMA als Bühne für deutsche MMA-Talente | CS.C